speckmannsgasse

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01.12.2017

01.12.2017 kater

Kläppchen 1: Bernhard Hagedorn

Was bedeutet der Beckumer Karneval
für dich?

"Meine ersten Erinnerungen an den
Beckumer Karneval kommen natürlich
aus der elterlichen Gaststätte „Zum
Westtor“ aus den 70er Jahren, wo
der Wandschmuck aus Asbach-Uralt-
und 4711-Plakaten bestand und die
Musik (Oh Mosella, Ach wenn das
Wasser im Rhein goldener Wein wär,
usw.) vom ITT Kassettenrecorder
kam. Alle Gäste waren super drauf,
tranken Unmengen an Kronen Export,
Persiko und Fifi, schunkelten und
sangen diese „komischen“ Lieder
mit. Ich fühlte mich in diesem
chaotischen Karnevalsgeschäft von
Anfang an pudelwohl. Bereits als
kleines Kind war ich also schon vom
Bazillus karnevalensis infiziert.

Als Jugendlicher entdeckte ich
Anfang der 80er Jahre die Welt des
Straßenkarnevals unter dem Einfluss
größerer Mengen Karlsquell Pils und
Appelkorn kennen. Viele
Leidensgenossen aus dieser Zeit
wissen noch wie das damals so
ablief …
Im Alter von 24 gründete ich mit 18
Gleichgesinnten den KV Elferrat
2011 mit dem Ziel, im Jahre 2011
den Stadtelferrat zu stellen. Das
hat leider nicht geklappt, aber wir
waren in dem Jahr 2011 ganz stark
mit einer Fußgruppe im
Rosenmontagszug vertreten. Es war
meine Premiere als Aktiver im
Beckumer Karneval.

Von 2006 bis 2016 war ich als
Vertriebsleiter der BEROZ Mitglied
des Festausschusses der
Dachgesellschaft und lernte dort
wieder eine neue Facette des
Beckumer Karnevals kennen. Nämlich
wie unglaublich groß der
Organisationsaufwand des
„Gesamtkunstwerkes“ Beckumer
Karneval ist.

Der Höhepunkt meiner
karnevalistischen Laufbahn war
sicherlich die Zugehörigkeit zum
Stadtelferrat vom TV Beckum mit
Print Richard II Niehaus und
Hofmarschall Volker Drews in der
gerade abgelaufenen Session 2017.
Die Stimmung in den Sälen, in den
Kneipen und auf den Straßen ist
unbeschreiblich. Das muss man
einfach mal aus dieser Perspektive
erlebt haben.

Karneval in Beckum, das bedeutet
für mich ausgelassene und
ungetrübte Freude am Leben, Spaß an
Traditionen und Geselligkeit sowie
die Fähigkeit sich selbst und das
ganze Leben nicht zu ernst zu
nehmen. Wenn du nicht weißt, wie
das 3. Binom geht, ist das gar
nicht schlimm. Wenn du aber nicht
weißt, wo die Speckmannsgasse ist,
dann zieh besser weg nach Oelde
oder Ahlen!

Rumskedi!"